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Der Esterka-Hügel — warum verschwand er von der Krakauer Stadtkarte?

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Der Esterka-Hügel stand mehrere Jahrhunderte lang im Krakauer Stadtteil Łobzów und verschwand erst im 20. Jahrhundert. Der Legende nach barg er das Grab von Esterka, der Geliebten König Kasimirs des Großen. Heute gibt es in Krakau fünf Hügel: die von Krakus, Wanda, Kościuszko, Piłsudski und Johannes Paul II. Hier erfahren Sie, wer Esterka war, was man im Inneren des Hügels fand und warum er von der Stadtkarte verschwand.

Die ältesten Hügel, die von Krakus und Wanda, sind mit den legendären Herrschern der Stadt verbunden. In der Neuzeit schütteten die Krakauer Hügel für Tadeusz Kościuszko, Józef Piłsudski und Johannes Paul II. auf.

Wer war Esterka – Geliebte des Königs oder Legende?

Kasimir der Große ging als herausragender Herrscher in die Geschichte ein, der Polen Wachstum und eine starke Stellung in Europa verschaffte. Privat hatte der letzte Piastenkönig jedoch eine Schwäche für schöne Frauen, und da er in der Ehe wenig Glück hatte, suchte er es in Liebschaften.

Laut dem Chronisten Jan Długosz war eine seiner Geliebten die Jüdin Esterka. Długosz beschreibt sie als Enkelin eines Kaufmanns aus Opoczno und schreibt ihr Einfluss auf die Privilegien zu, die der König den Juden gewährte.

Die Überlieferung verbindet Esterka vor allem mit dem Palast in Łobzów, heute ein Teil Krakaus, wo sich der König mit ihr getroffen haben soll. Ihre Existenz ist in den Quellen jedoch nicht belegt, und ihr weiteres Schicksal ist unbekannt.

Der Esterka-Hügel – was verbarg sein Inneres?

Einer Legende nach wurde Esterka in Łobzów begraben, in einem Hügel nahe dem Palast. Andere Überlieferungen sagen, er sei zu Ehren der Favoritin des Königs aufgeschüttet worden.

Der Hügel war etwa 6–7 Meter hoch und auf alten Stadtansichten und Plänen Krakaus zu sehen. Er weckte Neugier: 1786 wurde er auf Anordnung und im Beisein von König Stanisław August Poniatowski untersucht – gefunden wurde nichts.

Wer zerstörte den Esterka-Hügel?

Laut dem Reiseführer von Karol Estreicher aus dem Jahr 1938 wurde der Hügel 1929 beim Bau eines militärischen Schießstands teilweise zerstört. Endgültig verschwand er kurz nach dem Zweiten Weltkrieg – auf einem Stadtplan von 1947 ist er nicht mehr verzeichnet. Das 1953 eröffnete Stadion des Sportvereins Wawel entstand auf einem Gelände, auf dem der Hügel bereits fehlte.

In Krakau erinnern andere Spuren an Esterka, etwa die Estery-Straße in Kazimierz, dem ehemaligen jüdischen Viertel. 2015 schlug der Bezirksrat vor, den Hügel wieder aufzuschütten, die Idee tauchte später in Debatten und im Bürgerhaushalt auf, wurde aber nie umgesetzt. Wie die Frau, der er gewidmet war, bleibt der Hügel eine Legende.

Übernachten bei der Erkundung der Krakauer Hügel

Übernachten Sie im Best Western Plus Kraków Old Town in der Świętej-Gertrudy-Straße 6, rund 500 m vom Hauptmarkt, oder im Hotel Regent in Kazimierz, im selben Viertel wie die Estery-Straße.

Aktualisiert im Oktober 2026.