Krakau-Blog
Kalkfelsen über dem Wasser des Zakrzówek in Krakau
Sehenswürdigkeiten

Klettern in Krakau — Felsen in der Stadt und in der Umgebung

Klettern in Krakau? Ja – und nur wenige Straßenbahnminuten vom Hauptmarkt entfernt. Ehemalige Kalksteinbrüche am Zakrzówek, auf den Krzemionki und im Liban ziehen seit Jahren Kletterer an, und in Tyniec gibt es einen Felsen über der Weichsel. Dazu hat die Stadt mehrere große Kletterhallen für Regentage. Ein Überblick über Orte und Regeln (Stand Oktober 2026).

Zakrzówek – die Twardowski-Felsen

Der geflutete Steinbruch in Dębniki, an der Twardowskiego- und Salezjańska-Straße, ist heute einer der schönsten Orte der Stadt. Seit Juni 2023 gibt es hier den Park Zakrzówek mit Badebereich, und die Kalkwände über dem Wasser nutzen Kletterer seit Anfang der 1980er-Jahre – es ist Krakaus bekanntestes Klettergebiet. Mit der Straßenbahn ist es leicht zu erreichen.

Es gelten aber Regeln: Sprünge ins Wasser und Deep-Water-Solo sind verboten und werden mit Bußgeld geahndet, das Gelände wird überwacht. In den Felsen gibt es auch Höhlen, darunter die Twardowski-Höhle, die jedoch nicht zugänglich sind.

Steinbruch Liban

Den ehemaligen Steinbruch am Fuß des Krakus-Hügels kennen viele aus „Schindlers Liste“ – Reste von Steven Spielbergs Filmkulisse sind bis heute zu sehen. Nach schweren Unfällen zäunte die Stadt das Gelände ein, ein großer Teil ist heute geschützte Naturfläche. Klettern ist erlaubt, aber unter Bedingungen: Für die Sektoren auf dem Gelände der städtischen Grünflächenverwaltung braucht man eine Genehmigung, die über ein zeitweise geöffnetes Formular des Polnischen Alpinismusverbands (PZA) vergeben wird, und man meldet sich vor dem Betreten an der Pforte. Seit 2025 gibt es außerhalb des Zauns zudem eine neue Wand ohne Genehmigungspflicht. Die Stadt plant eine Revitalisierung des Steinbruchs.

Krzemionki (Podgórze)

Ein weiterer ehemaliger Steinbruch liegt in Podgórze, bei der Schule in der Rękawka-Straße. Pforten neben der Schule führen zu den Sektoren – aktuelle Zugangsregeln stehen in Kletterführern. Hier ist weniger los als am Zakrzówek, und ganz in der Nähe lohnt sich ein Blick auf das Fragment der Ghettomauer in der Lwowska-Straße.

Tyniec

Etwas weiter vom Zentrum, auf dem Winnica-Hügel an der Promowa-Straße in Tyniec, steht ein 12–14 m hoher Felsen mit gut einem Dutzend Routen unterschiedlicher Schwierigkeit. Das Gebiet gehört zum Landschaftspark Bielany-Tyniec – besondere Rücksicht auf die Natur ist Pflicht. Nach dem Klettern lohnt sich ein Besuch der Benediktinerabtei mit Blick auf die Weichsel.

Kletterhallen in Krakau

  • RENi-Sport (Szymonowica 83) – eine der ältesten Kletterhallen der Stadt, seit 1996: Seilwände, zwei Boulderbereiche und Selbstsicherungsautomaten.
  • Avatar Centrala Ruchu (Sikorki 21A) – Wände und Bouldern für jedes Niveau plus Kinderbereich; eine separate Avatar-Boulderhalle gibt es in der Balicka 100.

Felsen bei Krakau

Wer mehr Zeit hat, fährt in die Krakauer Täler (Dolinki Krakowskie) im Krakau-Tschenstochauer Jura. Das Będkowska-Tal mit dem Sokolica-Felsen ist eines der beliebtesten Gebiete der Region, das Bolechowicka-Tal eines der ältesten Klettergebiete Polens.

Übernachten in Krakau

Am nächsten an den Krzemionki und am Zakrzówek wohnt man in Kazimierz – das Hotel Regent in der Bożego-Ciała-Straße 19 liegt Podgórze direkt gegenüber auf der anderen Weichselseite, zu Fuß über die Bernatka-Brücke erreichbar. Wer mit Ausrüstung im Auto unterwegs ist, etwa weiter in den Jura, wohnt bequem im Best Western Plus Kraków Old Town in der Świętej-Gertrudy-Straße 6 mit eigenem Parkplatz im Zentrum (begrenzte Plätze, bitte reservieren).

Häufige Fragen

Wo kann man in Krakau am Fels klettern?

Am bekanntesten sind die Twardowski-Felsen am Zakrzówek, der Steinbruch Liban, die Krzemionki in Podgórze und der Felsen in Tyniec.

Darf man am Zakrzówek klettern?

Ja, die Wände über dem Zakrzówek sind für Kletterer zugänglich. Verboten sind Sprünge ins Wasser und Deep-Water-Solo.

Wo gibt es in Krakau eine Kletterhalle?

Unter anderem RENi-Sport (Szymonowica 83) und Avatar Centrala Ruchu (Sikorki 21A) sowie die Avatar-Boulderhalle in der Balicka 100.

Aktualisiert im Oktober 2026.